Buddha Amitabha

Buddha Amitabha

Es heißt, dass Buddha Amitabha vor langer Zeit in einem irdischen Leben ein König war. Als er von der buddhistischen Lehre hörte, stieg er von seinem Thron, verließ seinen Palast und wurde zum Mönch namens Dharmakara. Dann wollte er ein Reines Land schaffen, in dem diejenigen, die an ihn glaubten und sein Mantra rezitierten, wieder geboren würden. Hier könnten sie sich, jenseits der Sechs Bereiche von Samsara und unter günstigen Umständen, weiteren Meditationsübungen widmen.
Buddha Amitabha erscheint im leeren Raum - auf einer Lotusblüte sitzend. Sein Name bedeutet "Grenzenloses Licht". Amitabha hat eine rote Körperfarbe und formt mit seinen Händen die Meditationsgeste (skrt. Dhyana-Mudra). Er hält eine Almosenschale, die ihn als Herrscher über ein Reines Land ausweist. Amitabhas Paradies heißt Sukhavati (skrt. das Glückvolle).
Buddha Amitabha weilte einst in seinem Reinen Land Sukavati, umgeben von unzähligen Buddhas und Bodhisattvas. Der "Herr des grenzenlosen Lichts" schaute in die Sechs Daseinsbereiche und wurde durch den Anblick der vielen leidenden Wesen von Mitgefühl überwältigt. Da sandte Padmasambhava einen roten Lichtstrahl in den leeren Raum aus, und der edle Buddha Avalokiteshvara manifestierte sich. Nun ging vom Herzen des großen Bodhisatrvas die heilige Silbe HRI aus und traf auf den See Dhanakosha im Lande Orgyen.
Als die heilige Silbe HRI die Wasseroberfläche berührte, entwuchs dem See eine große Lotusblüte, auf der ein achtjähriger Knabe erschien. Dies war die wundersame Geburt von Padmasambhava, dessen Name "der Lotusgeborene" bedeutet.